Was hat der Gebäudeprozess mit einem alten Dachboden zu tun? Stellen Sie sich vor, wie Sie einen alten Dachboden aufräumen. Kisten, die seit Jahren nicht geöffnet wurden. Dinge, die Sie nie wegwerfen wollten. Dinge, die nach Vergangenheit riechen. Nach Entscheidungen. Doch irgendwann halten Sie inne. Nicht (nur) weil Sie nicht weiterräumen wollen. Sondern weil Sie merken, dass es um mehr geht als nur Aufräumen. Sie sortieren auch, wer Sie waren. Und wer Sie sein wollen.
Das ist das Schwerste daran. Nicht der Staub. Nicht die Arbeit. Sondern die Frage, was nach dem Loslassen kommt.
Als Kirche stehen wir gerade auf so einem Dachboden.
Der Gebäudeprozess lässt sich gut damit vergleichen. Es ist eine große, manchmal ungemütliche Sortierarbeit. Was trägt uns wirklich? Was lohnt sich zu behalten? Was können wir getrost zurücklassen?
Ich glaube, dass am Ende dieser Arbeit etwas entsteht, das mehr Raum bietet. Mehr Luft. Mehr Kraft für das, was Kirche eigentlich ausmacht. Nicht trotz des Loslassens. Sondern genau deshalb.
Aus Informationen zum Prozess "GlaubensRäume gestalten" Nr. 004