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Kennzeichengröße mit ChatGPT berechnen

Ausgangslage

Wir haben einen Wohnwagen gekauft und weil der Händler nicht eben um die Ecke ist haben wir alle Papiere mitgenommen. So können wir die Anmeldung hier vornehmen und ihn dann bequem abholen. Zuhause kamen dann Zweifel, weil ich den Kennzeichenhalter irgendwie kleiner in Erinnerung hatte als das bestellte Kennzeichen groß ist.

Ich habe mich dabei wie gewohnt an Standard-Maßen orientiert: „Dem durchschnittlichen Autofahrer ist wohl das herkömmliche Kfz-Kennzeichen bekannt. Es ist einzeilig mit Ziffern und Buchstaben beschrieben. Das Nummernschild hat eine maximale Breite von 520 Millimetern sowie eine Höhe von 110 Millimetern.“ (via)

Natürlich wird es passen, aber trotzdem setzte der Backofen-Effekt bei mir ein. Einmal drüber nachgedacht bekam ich es nicht aus dem Kopf.

Ich könnte jetzt also dem Verkäufer schreiben und nachfragen oder einen Test mit ChatGPT machen.

ChatGPT – Prompt und Arbeitsschritte

Da wir ein gutes Bild von der Rückseite des Wohnwagens haben, habe ich kurzerhand (und sehr schlicht gepromptet) ChatGPT gefragt. Informationen waren hier, dass der Wohnwagen 2,5m breit ist und ich wissen möchte, wie breit der schwarze Kennzeichenhalter ist.

Gewohnt zuverlässig startete ChatGPT mit einer kurzen Bildanalyse und dann folgten mehrere erklärende Schritten, die ihr den beigefügten Bildern entnehmen könnt. Das Ergebnis: „Die Breite des schwarzen Kennzeichenhalters beträgt etwa 0,56 Meter.“

Super. Unser Kennzeichen ist 52 Zentimeter breit und damit sollte es passen. Je mehr ich drüber nachdenke, desto klarer ist die Sache auch und schaut man sich das Bild genau an wird man auch zu dem Ergebnis kommen. Aber es ist halt dieser Backofen-Effekt.

Ein Beispiel, wie KI-Tools unseren Alltag etwas einfacher machen können.

Was ist eigentlich Medienkompetenz?

Gemeinsam mit Gina zu Jeddeloh, Medienpädagogin in der Arbeitsstelle Religionspädagogik der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, starte mit MedienHappen ein neues Podcast-Format.

Im Podcast MedienHappen vermitteln wir in kleinen, leicht verdauliche Informationshappen, auf unterhaltsame und informative Weise, Wissen über Medienbildung.

Wir sprechen in der aktuellen Folge über Medienkompetenz und über die Herausforderungen in der heutigen digitalen Welt, wie z.B. die Flut von Informationen, den Umgang mit KI und die ethischen Fragen, die damit einhergehen.

Hier ist der Podcast zu hören

Kurs: Generative KI für die Fundraising-Praxis

Die Fundraising Akademie bewirbt einen Kurs mit der Einleitung: „Wenn sich Technik signifikant weiterentwickelt, dann stellt sich die Frage der Auswirkungen auf gemeinnützige Organisationen. Mit der Künstlichen Intelligenz ist wieder eine Technologie in den medialen Fokus gerückt.“

Im Kurs „Generative KI für die Praxis gemeinnütziger Organisationen“ geht es darum KI-Grundlagen zu erlernen und in der Praxis auszuprobieren. Neben Bild- und Mediengenerierung geht es auch darum weitere Tools auszuprobieren und Ideen zu entwickeln, wie sie die Arbeit im Alltag vereinfachen können.

In einem Podcast sprechen die beiden Studienleitenden, Jona Hölderle und Maik Meid, noch genauer über Inhalte und Anforderungen des Kurses – reinhören lohnt sich.

Anmeldungen für den Kurs bei der Fundraising Akademie sind noch möglich – los geht es am 1. Juli 2024.

Spenden-Tool-Aus und was wir daraus lernen

In meinen Social Media Workshops habe ich den Teilnehmenden öfter mal gesagt, dass sie bei allen Aktivitäten im Blick haben sollten, was passiert, wenn Facebook morgen offline ist. Natürlich ist das ziemlich hypothetisch. Es macht aber hoffentlich deutlich, dass die eigenen Aktivitäten und die Aktivitäten von Organisationen nicht ausschließlich auf einer einzigen externen Plattform stattfinden sollten.

Und so schiebt sich heute zwar nicht die Nachricht über den Ticker, dass Facebook schließt, aber Meta hat dennoch für alle Menschen im Online-Fundraising-Bereich eine zum Teil durchaus einschneidende Nachricht veröffentlicht:

Zum 1. Juli 2024 stehen die derzeitigen Spenden-Tools Wohltätigkeitsorganisationen im Europäischen Wirtschaftsraum auf unseren Plattformen nicht mehr zur Verfügung.

Das durchaus beliebte Tool von Meta wird also mit Ablauf des 30. Juni 2024 im Europäischen Wirtschaftsraum eingestellt und das kann gerade für kleinere Organisationen, die ausschließlich auf das Spenden-Tool von Meta gesetzt haben, Auswirkungen haben.

Welche Alternativen es gibt haben Jörg Reschke und Maik Meid in einem Beitrag auf sozialmarketing.de zusammengefasst. Danke an dieser Stelle für die wirklich spontane und schnelle Zusammenfassung.

Unterm Strich

In einem offenen Wort am Ende fassen die beiden etwas zusammen, was sich mit meiner Aussage am Anfang deckt und was ich noch einmal unterstreichen möchte. Sie schreiben:

Um es ganz konkret zu sagen: Spätestens jetzt sollten Online-Fundraising betreibende Organisationen ihre Strategien auf weitere Abhängigkeiten überprüfen und Spender:innen-Gewinnung über nicht kontrollierbare Tools, auf die sie keinen Einfluss haben oder die nicht transparent sind hinterfragen. (…) Spendenformulare können ausgetauscht werden. Der Content wird zu Hause ausgespielt, dort haben Organisationen volle Kontrolle. Transaktionen auf der Website gehören der Organisation, verbunden mit dem Vorteil der Adressgewinnung und im Idealfall auch dem eigenständig einholbaren Opt-In für die digitale Kommunikation.

Es geht am Ende doch darum, dass die gute alte eigene Website immernoch zu häufig unterschätzt oder gar lieblos behandelt wird, während Organisationen viel Energie in Social Media Arbeit stecken.

Mit einem Blick auf unterschiedliche Medientypen gehört die Website zu den so genannten Owned Media, also zu Medien die der Organisation selbst gehören. Das bringt im Bezug auf die Website viele Vorteile mit sich:

  1. die Organisation kann selbst über Gestaltung und Inhalte entscheiden
  2. generierte Daten landen dort wo sie weiterverarbeitet werden können
  3. ist (im besten Fall) flexibel und schnell an aktuelle Entwicklungen anpassbar.

Auch hier sei natürlich gesagt, dass die Website nicht das einzige sinnvolle Medium ist, im Medienmix aber zu häufig vernachlässigt wird.

Egal ob ihr vom Spenden-Tool-Aus betroffen seid oder nicht, schaut doch immer mal wieder auch kritisch auf die eigene Website.

Social Media & KI: Neue Wege für Non-Profit-Organisationen

Webinar im Rahmen der Veranstaltungsreihe FUNDRAISING.DIGITAL vom Haus des Stiftens am 18. April 2024

Bei diesem Webinar habe ich darüber gesprochen wie KI bei der Ideenfindung, Content-Planung und Medienproduktion unterstützen kann. Außerdem gab es einen Einblick in innovative KI-Tools. Die Unterlagen und Aufzeichnung stehen, neben vielen weiteren spannenden Webinaren, beim Haus des Stiftens zur Verfügung.

Archiv FUNDRAISING.DIGITAL

Aufzeichnungen und Materialien zu den acht Webinaren der FUNDRAISING.DIGITAL 2024.

Titelbild: generiert mit Midjourney